Konzerte

Freitag, 3. April 2009

Maximilian Hecker / Lido, 02.04.

Mein erster Besuch im Lido! Schöner Laden. Leider (oder zum Glück?) nur mäßig gefüllt. Schätze mal: zwei-, dreihundert Leute werden es in etwa gewesen sein, die Herrn Hecker gelauscht haben. Lauschen ist der richtige Ausdruck, da es nach und zwischen den Stücken mitunter mucksmäuschenstill war. Sehr ungewohnt. Wahrscheinlich wussten die meisten, dass Maximilian Hecker es nicht mag, Worte ans Publikum zu richten. Er sollte es auch sein lassen. Denn ein Unterhalter ist er nicht. (Und wenn, dann ein echt schlechter.) Muss er aber auch nicht sein - er ist ja Musiker.
Schöne Lieder hat er komponiert; von seinem neuen Album ("One Day") hat er dann auch viel gespielt. Die Melancholie ist sein Steckenpferd und das beherscht er sehr gut. (Nur beim Singen gelang es ihm nicht immer, die Klippen zu umschiffen.)

Ich hoffe, er wird uns noch mit weiteren Perlen wie "Full of Voices", "Misery", "Miss Underwater" oder "Sirens" beglücken.

Samstag, 24. Januar 2009

Who Knew (Roter Salon, 23.01.2009)

Freikarten von motorfm machten diesen Konzertbesuch von "Who Knew" im Roten Salon der Volksbühne möglich. Für 23 Uhr waren die sieben jungen Männer aus Island angekündigt, um 0.15 h begann dann auch schon der furiose Auftritt. Bereits beim ersten Song "Cuckoos Nest" war abzusehen, dass die Jungs bereit, waren alles zu geben – und sie taten es! Ein Keyborder und ein Gitarrist verlegten ihren Arbeitsplatz von der Bühne in den Zuschauerraum, aus dem sie erst beim letzten Song wieder zurück kamen – zu dem Zeitpunkt hatten sich alle anderen Bandmitglieder ihrer (Oberkörper-) Bekleidung entledigt ...
Trotz des recht rumpeligen Sounds war die Stimmung sehr euphorisch; zu Beginn eines jeden Stückes vermittelten die Herren stets das Gefühl, sie würden "ihr letztes Hemd geben". Musikalisch das ganze einzuordnen fällt nicht leicht, der Gesang erinnerte teils an Suede, die Musik lag manchmal zwischen Modest Mouse, MGMT und Franz Ferdinand. Meine Begleitung meinte Sigur Ros als Vorbild heraus zu hören. Naja.

Bin auf jeden Fall auf die Studio-CD gespannt. (Die nach dem Gig verteilte Promo-CD hat jedenfalls eher Bootleg-Charakter) und wünsche Who Knew viel Erfolg!

Mittwoch, 26. Juli 2006

She Wants Revenge

Unerverhofft kommt oft, so auch die Einladung zum Konzert von "She Wants Revenge" in der Kalkscheune. Und das, obwohl ich dem Spender noch kurz vorher noch mitteilte, dass es sich bei dieser Band doch wahrscheinlich nur um ein Joy-Divion-Plagiat handele...
So weit daneben gelegen habe ich mit dieser Einschätzung nicht, aber die jungen Herren aus Kalifornien bedienen sich bei ihrer Musik noch bei anderen 80er-Jahre Heroen wie z.B. Human League. Zum Glück hatte sich das Duo noch mit einem Gitarristen und einem Schlagzeuger verstärkt, so blieb der befürchtete Einsatz eines Drumcomputers aus. Nun zum Konzert: Bei gefühlten 40° und einer Luftfeuchtigkeit von... egal, heiss, stickig, voll war's. Die Band ließ recht lange auf sich warten...
Die ersten Stücke wurden recht präzise vorgetragen., der Sänger um große Posen bemüht. Leider wurde der Sound mit zunehmender Dauer immer schlechter. Zum Glück waren die Lieder abwechlungsreich, wobei selbst mir die Spannbreite etwas zu groß war: von Elektro-, über Gothic-Indie-Rock bishin funky tunes kam es von der Bühne runter. Ingesamt jedoch Musik nach meinem Geschmack. Bin gespannt, wohin die Reise dieser Band geht...

Montag, 13. Februar 2006

Bauhaus-Konzert in der Columbia-Halle

Near the Atmosphere
Am 10.02. war es soweit: Bauhaus traten seit 1998 zum ersten Mal wieder in Berlin auf. Meine anfängliche Skepsis war schnell verflogen. Als Daniel Ash die Bühne betrat ( so cool, wie Bono nie sein wird) und seine Gitarre lärmen ließ, war klar: der Abend wird erinnerungswürdig. Bis auf wenige Ausnahmen war der Sound glasklar und die hauptsächlichauf Schwarz-weiss-Effekte bedachte Lichtshow ebenso stimmig. Die Höhepunkte waren in meinen Ohren "She's in Parties", sowie die Coversionen von "Telegram Sam" (Marc Bolan), "Ziggy Stardust" (David Bowie) und "Transmission" (Joy Division). Die Stimme von Peter Murphy live erleben zu dürfen war schon fast das Eintritts-Geld wert. Zu meiner Überraschung waren die Songs, die ja zum Großteil weit über 20 Jahre alt sind, erstaunlich abwechslungsreich, ja sogar fast poppig. Vor allem aber weit weniger gruftig als erwartet. Da musste ich doch am nächsten Tag gleich nach meiner Bauhaus-Kassette graben. Fand aber erstmal nur mein eigentlich mehr geschätztes und weitaus öfter genudeltes Love and Rockets-Tape. (Hört sich immer noch gut an!) Weiter gesucht. Und doch noch gefunden: bauhaustapedie Bauhaus-Kassette, allerdings ohne die sonst übliche Hülle mit den Songtiteln. Egal. Auch die musste jetzt noch ins Deck. Beim Hören der In The Flatfield-Seite machte sich Ernüchterung breit. Beziehungsweise wurde schnell klar, warum mir damals andere Bands mehr durch den Kopf gingen."In The Flatfield" hat mehr Tiefen als Höhen. Zum Glück haben Bauhaus danach bessere Aufnahmen unters Volk gebracht. Wie Sie an diesem Abend in der Columbiahalle bewiesen. Wer wissen will, was er verpasst hat, hier die Playlist (Danke, Spencer!):

Burning From The Inside
In The Flat Field
A God In An Alcove
Terror Couple Kill Colonel
Silent Hedges
Passion Of Lovers
In Fear Of Fear
Hollow Hills
Swing The Heartache
Kick In The Eye
Spy In The Cab
She's In Parties
Hair Of The Dog
Dark Entries
All we ever wanted
Rosegarden Funeral Of Sores
Severance
Transmission/St. Vitus Dance
Stigmata Matyr
Telegram Sam
Ziggy Stardust
Bela Lugosi's Dead
murphys-eyes

Donnerstag, 16. Dezember 2004

And You Will Know Us By The Trail Of Dead

08.12.2004 - Maria

Schon wieder schade. Nach dem tollen Longplayer "Source and Codes" oder so ähnlich hatte ich mich echt drauf gefreut, diesen "Wall of Sound" mal live zu erleben. Leider war der Sound echt mies. Schlimmer war jedoch was sich vor A.Y.W.K.U.B.T.T.O.D. auf der Bühne abspielte: eine 1-frau-playback-"band", die nicht singen konnte - einfach grauenhaft!
(jetzt verstand man auch die Maßnahme, keine Flaschen vom Tresen zu reichen.)

Wertung: 9 Punkte (A.Y.W.K.U.B.T.T.O.D.)
Wertung: 0 Punkte (für Minion oder so ähnlich)

Therapy?

11.11.2004 - SO 36

YES! JAWOLLO! Weiter so!

Eigentlich sind wir ja nur wegen der Vorband "Amplifier" hin. Und die drei Jungs von der Insel prügelten einen Sound ins recht leere Esso, dass einem das Herz zu den Ohren rutschte! Die Songs waren aber insgesamt noch ein wenig unausgereift und hatten alle das gleicht Tempo. Im Nachhinein war's gut so. Denn: als Therapy losrockten, gab's kein Halten mehr! Nix mit "flach spielen, hoch gewinnen" oder so. Nee, immer schön geradeaus. Vorwärts. Weiter. Schneller. Lauter...

Scheeen war's!!

Wertung: 13 Punkte

Slut

13.10.2004 - Maria

Einstiger kraftvoller Underground inzwischen (fast) nur noch harmloser Mainstream. Schade.

Wertung: 8 Punkte

Einstürzende Neubauten

13.03.20004 - Tempodrom
Nett geworden, inzwischen das Gehämmere...
(das Tempodrom war auch nicht der geeignete Ort für diese Art von Musik - oder inzwischen erst recht?)

Wertung: 7 Punkte (von 15 möglichen)

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